- 23.02.2026
Bundesparteitag der CDU 2026
Apothekerschaft zeigt Präsenz auf dem CDU-Bundesparteitag
Am Freitag und Samstag hielt die CDU ihren Bundesparteitag in Stuttgart ab. Am Stand der Apothekerschaft schauten hochkarätige Politiker, Abgeordnete und Delegierte aus ganz Deutschland vorbei, um sich über die Lage der Apotheken zu informieren. Auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ließ es sich nicht nehmen, zu uns zu kommen und den konstruktiven Dialog mit der Apothekerschaft fortzusetzen.
1.001 Delegierte, über 1.000 nationale und internationale Gäste. Der Andrang auf den CDU-Bundesparteitag in Stuttgart war immens. Die Gesprächspartner aus der Politik waren sehr interessiert daran, mehr über die Lage der Apotheken vor Ort zu erfahren und drückten durchweg ihre Wertschätzung für deren wichtige Arbeit aus. „In jedem Gespräch wiesen wir auf die immer prekärer werdende finanzielle Situation der Apotheken hin. Mit Verweis auf den Koalitionsvertrag stellten wir klar, dass es bezüglich eines unbedingt erforderlichen Erhalts der mittelständisch geprägten Apothekenstruktur und der konsentierten Erhöhung des Fixums kein Erkenntnisproblem gebe, sondern vielmehr ein Umsetzungsproblem. Auch die unfaire „Wettbewerbssituation“ zwischen ausländischen Versendern und den Apotheken vor Ort wurde den Politikern detailliert dargelegt“, berichtet LAK-Präsident Dr. Martin Braun über besprochene Inhalte. Neben der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken informierten sich unter anderem auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, Paul Ziemiak (Generalsekretär CDU NRW) sowie der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel und der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, am Stand mit dem großen Apotheken-A. Die Gespräche verliefen konstruktiv und lösungsorientiert. Dabei war es besonders erfreulich, dass sich Politiker auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene gleichermaßen für die Belange der Apotheken interessierten und wir unsere Themen gezielt bei vielen Entscheidungsträgern platzieren konnten.
Apothekerschaft wird gehört
„Ohne Ausnahme wurde uns gespiegelt, dass die wohnortnahe Apotheke ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitssystems ist. Auch stimmten die Gesprächspartner zu, dass eine Honorarerhöhung notwendig ist, um ihre wirtschaftliche Basis zu sichern. Allerdings wurden wir auch mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation der GKV von einigen darauf hingewiesen, dass zunächst die Finanzierung einer solchen Honorarerhöhung sichergestellt werden müsse – und das brauche noch etwas Zeit. Daraus schließe ich, dass es im politischen Diskurs bezüglich einer Erhöhung des Fixums generell nicht mehr um das „Ob“ sondern um das „Wann“ geht“, führt Dr. Braun aus. Es bleibt festzuhalten: Apothekerinnen und Apotheker werden von der Politik gehört. Der Berufsstand macht offensichtlich mehr als deutlich auf sich aufmerksam und versteht es, Inhalte so zu verdeutlichen, dass Politiker und Delegierte sich aus eigenem Interesse heraus persönlich an unserem Stand informieren wollten. So bringen wir unsere Expertise aktiv in den politischen Diskurs ein. Denn wer die Arzneimittelversorgung der Zukunft gestalten will, kommt an den Apotheken nicht vorbei.